ÖHLA | Öffentliche Handelslehranstalt zu Leipzig 1831 - 1950 | OEHLA

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Grußwort


... wir sagen „Auf Wiedersehen!“


Am 16. Februar 2007 fand die letzte Jahreshauptversammlung des Freundeskreises der Öffentlichen Handelslehranstalt zu Leipzig – ÖHLA – im ehemaligen Hauptschulgebäude der ÖHLA, welches heute die Volkshochschule Leipzig beherbergt, statt.

Einstimmig wurde der Beschluss gefasst, den „Freundeskreis der Öffentlichen Handelslehranstalt zu Leipzig – ÖHLA –" als eingetragenen Verein abzumelden und damit die Vereinstätigkeit zu beenden. Lange hatte sich der Vorstand mit diesem Thema beschäftigt; schließlich ist es keine Kleinigkeit, nach 15 Jahren zu sagen: Nun soll Schluss sein! Aber – wir alle werden sicherlich nicht jünger und die Arbeit lastete nur auf wenigen Schultern. Andererseits wäre es nötig gewesen, nach den glanzvollen Schuljubiläen des 170. Und 175. Gründungsjahres der ÖHLA neue Schwerpunktaufgaben zu formulieren. Kurz: der Vereinszweck wurde mit den Jahren erfüllt und übererfüllt.

Die Bilanz ist durchaus eindrucksvoll.

Erinnern möchte ich beispielsweise an 9 Fachvorträge, die wir in den Jahren 1992 – 95 mit namhaften Wirtschafts- und Finanzexperten organisierten. Erinnert werden soll an die Auszeichnung der beiden jeweils Jahrgangsbesten der Abiturstufe des Beruflichen Schulzentrums 1 für Wirtschaft und Verwaltung mit einer Aktie. In den Jahren 1994 – 2001 vergaben wir insgesamt 16 x diese Ehrung. Erinnern möchte ich auch an unsere Ausbildungsinitiative der Jahre 1994 – 96 für besonders begabte Schüler, die einen Paten zur Seite gestellt bekamen und bedeutende Förder-möglichkeiten, organisiert vom Freundeskreis, in Anspruch nehmen konnten.

Erwähnt werden muss, dass es uns unter Leitung von Prof. Dr. Manfred Rätzer, Halle/Saale, gelang, die Geschichte der Öffentlichen Handelslehranstalt aufzuarbeiten, teilweise zu erforschen und zu systematisieren, in zwei Büchern – einem Text- und einem Dokumentenband - zu veröffentlichen und sie damit der Nachwelt zu erhalten. Und selbstverständlich werden uns allen die beiden großen Schuljubiläen – 2001: 170. Jahre und 2006: 175 Jahre ÖHLA – als gelungene Höhepunkte unserer Vereinstätigkeit und – in memoriam der Öffentlichen Handelslehranstalt -  in Erinnerung bleiben.

Viele, viele weitere Aktivitäten wären der Nennung unbedingt würdig, so zum Beispiel die umfangreiche Sammlung an Lehrbüchern und weiteren Materialien, die heute im Sächsischen Wirtschaftsarchiv eingelagert und katalogisiert ist und Interessenten zur Nutzung zugänglich ist.

Auf dem Schulhof in der Löhrstraße pflanzten wir eine Linde – den historisch-traditionellen Baum Leipzigs -, die zwischenzeitlich prächtig gedeiht. Unter dem Baum erinnert ein Gedenkstein an die altehrwürdige Lehranstalt, eine der ältesten und bedeutendsten auf deutschsprachigem Territorium überhaupt und der Geburtsstätte der Betriebswirtschaftslehre als eigenständiges Unterrichtsfach.

Der Freundeskreis unterhielt Kontakte zu ehemaligen Schülern in den USA, in Österreich, Australien, Südafrika, Jamaika, Israel, Holland, Spanien, Belgien und der Schweiz. Kontakte gab es zu verschiedenen Institutionen und Organisationen wie beispielsweise der Handelshochschule Leipzig, der Universität Leipzig, der Technischen Universität Berlin, der Deutschen Gesellschaft für Warenkunde und Technologie, der Leipziger Ökonomischen Societät e. V., der Industrie- und Handelskammer Leipzig, dem Sächsischen Wirtschaftsarchiv u. a.     

Vier mal vergaben wir Ehrenmitgliedschaften an Herrn Alfred Glaser, Kfar Monasch, Israel; an Herrn Dietrich Meißner, Bremen; an Herrn Peter Arndt, Isernhagen und an Herrn Prof. Herbert Frey, Ratingen.

Mit der Eröffnung einer Dauerausstellung im September 2013 in der Volkshochschule Leipzig, dem ehemaligen Schulgebäude der Öffentlichen Handelslehranstalt, setzen wir als Freundeskreis einen bleibenden Akzent: Mit 10 Ausstellungstafeln und einer historischen Schauvitrine dokumentieren wir eindrucksvoll Entwicklung der Lehranstalt und deren Bedeutung für die Entwicklung der kaufmännischen Ausbildung in Deutschland und darüber hinaus im gesamten deutschsprachigen Raum.

Im Namen des Vorstandes danke ich all unseren Mitgliedern, Förderern und Freunden für die über 15 Jahre währende Treue. Mein besonderer Dank aber gilt an dieser Stelle der Volkshochschule und dem Leiter der Einrichtung Herrn Rolf Sprink für die jahrelange Hilfe und Unterstützung. Dafür sind wir außerordentlich dankbar und dafür, dass hier ein gutes Stück deutscher Schulgeschichte gewahrt, gepflegt und in besten Händen ist.

Danke für alles sagt Ihnen an dieser Stelle im Namen des ehemaligen Vorstandes

Ihr Studienrat Jürgen Ullrich.

 
 
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